Starker Trecker für 4.000 Mönche gesucht!

Starker Trecker für 4.000 Mönche gesucht!

Recycling Kloster Tibet.deRecycling und Mülltrennung ist ein Thema, mit welchem wir uns häufig schon von Kindesbeinen an beschäftigen: Müssen wir ja auch zwangsläufig, schließlich produzieren wir alle täglich unfassbar viel Müll!

Auch im Mönchskloster Sera Jhe in Südindien befasst man sich seit einigen Jahren intensiv mit diesem wichtigen Thema. Das Bewusstsein für Mülltrennung bzw. Müllvermeidung… … musste allerdings – genau wie bei uns- erst einmal geschaffen werden, so die Initiatorin des Recyclingprojektes Frau Dr. Warnecke: „Es hat natürlich seine Zeit gebraucht, bis wir die Mönche für das Thema Abfallvermeidung bzw. Abfallverwertung sensibilisiert hatten, aber nun stellen wir erfreut fest, dass unsere gemeinsamen Bemühungen wunderbare Früchte getragen haben und man das Kloster Sera Jhe mittlerweile stolz als eines der saubersten Klöster von ganz Indien bezeichnet!

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Mönche beim Müllsammeln rund um das Kloster

Bevor das Recyclingprojekt vor etwa 8 Jahren initiiert wurde, lagerte man den Müll einfach an der entlegensten Ecke der Klosteranlage und verbrannte ihn später in großen Haufen auf dem Schulhof. Der stinkende Rauch zog dann häufig in die angrenzenden Klassenzimmer und machte den Unterricht unmöglich, erinnert sich Frau Dr. Warnecke. Zudem lagerte man den Müll oft auch an ungünstigen Orten, wie zum Beispiel an sehr tiefliegenden Plätzen, in denen sich während der Regenzeit das Wasser sammelte und zusammen mit dem ungetrennten Müll zu einer stinkenden Masse vermengte. Kühe und Hunde durchwühlten den Müll und verteilten diesen zusätzlich. Eine gesundheitlich sehr gefährliche Konstellation…

Doch glücklicherweise sind diese Zeiten längst Vergangenheit. Heute achten sowohl die Mönche selbst, als auch das klostereigene Gesundheits- und Hygieneinstitut (Sera Jhe Healthcare Comitee SJHCC) streng auf die sinnvolle und regelmäßige Mülltrennung in organische Abfälle, Plastik, Papier, Glas und Metall – und deren Weiterverwertung!

„Zweimal die Woche werde alle Häuser der 4.000 Mönche angefahren und der Müll abtransportiert. Die Essensreste werden sogar täglich abgefahren und weiterverwertet. Überall stehen Container, in denen die Abfälle getrennt gesammelt werden.“ berichtet Frau Dr. Warnecke zufrieden.

Recycling Umweltschutz Kloster Tibet.de
Sonderunterricht am Welt- Umwelttag

„Wir sind froh, seit einigen Jahren mit zuverlässigen Partnern zusammenzuarbeiten, die aus den getrennten Wertstoffen neue Produkte herstellen können. Einer unserer indischen Abnehmer fertigt beispielsweise aus den weggeworfenen Plastikflaschen aus dem Kloster neuen Kunststoff. Die organischen Abfälle werden inzwischen kompostiert.“

Dass sich das Bewusstsein verändert hat, kann man auf vielen Ebenen feststellen. „Baumwolltaschen statt Plastiktüten“ – dies Motto gilt mittlerweile in ganz Sera! Selbstverständlich unterstützt auch die allgemeinbildende Schule des Klosters das wichtige Anliegen „Recycling und Müllvermeidung von Kindesbeinen an“. In regelmäßigen Abständen wird Müllvermeidung und Umweltschutz im Unterricht sowohl theoretisch als auch ganz praktisch gelehrt.

Neben dem unermüdlichen Einsatz von Frau Dr. Warnecke und der unentwegten Unterstützung durch das Hygiene- und Gesundheitsinstitut (SJHCC) gibt es einen weiteren starken Partner, ohne den dieses wertvolle Recyclingprojekt nicht durchführbar wäre: Der MASSEY FERGUSON 1035 DI, einen Traktor, der für die tägliche Abfuhr des Mülls sorgt.

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Herzstück des Müllprojektes: Trecker Massey Ferguson

Mittlerweile jedoch ist der 17-jährige Traktor in die Jahre gekommen und mehr in der Werkstatt, als bei der Arbeit. Eine kostspielige Reparatur jagt die andere und den Traktor weiterhin zu nutzen, ist längst nicht mehr wirtschaftlich. Aber es gibt keine Alternative, kein Ersatzfahrzeug!

„Wir dürfen nicht vergessen, unter welch extremen klimatischen Bedingungen die Nutzfahrzeuge hier arbeiten. Sie fahren tagaus, tagein über die Äcker und Schotterstraßen, dazu die mehrmonatige extreme Hitze über 40 Grad, natürlich verschleißen die Teile so viel rascher, als in den gemäßigten Klimazonen.“ So Dr. Warnecke. Fest steht: Der 17 Jahre alte MASSEY FERGUSON muss in den Ruhestand und ein neues, robustes Nutzfahrzeug dringend gekauft werden. Kostenfaktor: 17.000 Euro!

Liebe Freundinnen und Freunde! Bitte unterstützen Sie unsere Spendenaktion „STARKER TRECKER FÜR 4.000 MÖNCHE!“ Die ersten 1.000 Euro durch eine großzügige Spenderin sind bereits eingegangen.

Spendenkonto: Tibetisches Zentrum Flüchtlingshilfe, Stichwort: STARKER TRECKER

IBAN: DE02 4306 0967 0030 5939 03, BIC: GENODEM1GLS, GLS Bank

Herzlichen Dank und Taschi Delek aus Indien!

Danke für's Teilen:

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